KONKRETE UMSETZUNG
Wir wollen bestehende Strukturen und vorgefundene Bedingungen integrieren und uns somit den Reichtum an Ressourcen zunutze machen. So werden wir die vorhandene Infrastruktur in Form von Wegesystemen, Gebäuden, Wasser- und Grünflächen übernehmen und ihnen ohne großen Aufwand und Kosten einen zusätzlichen Sinn verleihen. Weitere Dinge wie Eisen, Holz, Bauschutt und vieles mehr betrachten wir nicht als zu entsorgende Altlast, sondern als Ressource. Auch wollen wir angesiedelten Pflanzen und Tieren ihren Lebensraum bewahren. Die heutigen Bewohner des Westerndorfs bleiben Bestandteil des Gesamtkonzepts.Die komplette Parkanlage soll Schritt für Schritt durch die kreative Arbeit und die individuellen Fähigkeiten der Studenten im Sinne der Permakulturidee entstehen. Es könnten sogar Menschen der umliegenden Stadtteile, die auf der Suche nach sinnvoller Tätigkeit sind und Kinder, die mit der Natur lernen möchten, in die konkrete Umsetzung mit ihrer tatkräftigen Unterstützung einbezogen werden. Damit würde das Projekt auch einen wertvollen Beitrag für die soziale Integration in den Berliner Bezirken leisten. Die Erhaltung und Pflege des gesamten Parks wird durch die Arbeit der Studenten gewährleistet.
ZONEN
Wir wollen den Park nach beobachteten Charaktereigenschaften in drei Zonen gliedern:1. eine Wildniszone,
2. eine der öffentlichkeit zugänglichen Zone mit Lehr- und Seminarbereich,
3. eine private Zone für die Unterkünfte der Studenten und der jetzigen Bewohner.
Bei der Wildniszone handelt es sich um das Gebiet rund um den See der Wildwasserbahn. Dieser Bereich wird vollständig renaturiert und zum Naturschutzgebiet erklärt und fungiert als Naturbeobachtungsbiotop für die Studenten, aber auch für die interessierte öffentlichkeit, insbesondere Schulklassen und Kindergartengruppen.
Der öffentliche Bereich beinhaltet das ehemalige Amphitheater, das Riesenrad, das Zelt mit der Fachwerkfassade und einen weiteren großen Teil des Gesamtparks.
Diese Zone repräsentiert sowohl den Lehr- und Seminarbereich als auch die Begegnungsstätte für die öffentlichkeit. Aus den vorhandenen Gebäuden entstehen hier ein Hörsaal, Seminarräume, eine kleine Mensa, Werkstätten, Gewächshäuser zur Pflanzenzucht und Arterhaltung und die Verwaltung. Die Flächen werden als Natur-, Kräuter- und Pflanzenlehrpfade angelegt. Für Kinder entsteht ein Tiererlebnispark. Riesenrad, Amphitheater und die Räumlichkeiten in ihrer Nähe stellen den Mittelpunkt des kulturellen Lebens im Park dar. Hier können Lesungen, Vorträge, Seminare und besonders im Sommer Jazzkonzerte, Klassikmatinées und ähnliches veranstaltet werden.
Die dritte Zone befindet sich im Bereich rund um das bisherige Westerndorf. Dort wird sich das private Leben mit Schlafen und Rückzugsbereich der Studenten und der Bewohner abspielen. Die Nutzer legen hier den Garten für ihre eigene Verpflegung an und gestalten das Gelände nach ihren Bedürfnissen.
WER MACHT MIT?/ FINANZIERUNG
In Deutschland gibt es das Permakultur Institut e. V. und die Permakultur Akademie, an der man die Ausbildung zum Permakulturdesigner absolvieren kann. Wir haben von beiden Institutionen volle Unterstützung in allen Bereichen für unsere weitreichende Vision im Herzen Berlins.Bei der Unterstützung und Finanzierung können wir hoffentlich auf viele Institutionen und Unternehmen, Einzelpersonen und die breite öffentlichkeit zählen.
Als Forschungseinrichtung für die Themen nachhaltige Landwirtschaft, ökologisches Bauen, alternative Energiegewinnung und soziales Miteinander wünschen wir uns Förderung seitens der Politik (EU, Bund, Land, Universitäten usw.), der Wirtschaft (Energie- und Umwelttechnik), von Lobbygruppen, Umweltverbänden und Bürgerinitiativen, aber auch von Einzelpersonen und Unternehmen mit Interesse für eine positive und verantwortungsvolle Gestaltung unseres Planeten und damit unserer Zukunft.
